Aug 15
dhabermann

Vietnam – Der Süden

HCMC –> Mekong Delta –> Mui Ne

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Kurzer Zwischenstop in Europa, danach mit Aeroflot wieder mitten hinein ins Chaos: Ho Chi Minh City – oohhhh, das erinnert mich fast an Indien. Am Flughafen fängt es bereits an. Das Visum on Arrival klappt erstmal ohne Probleme (Achtung: vorher Einladungsschreiben beantragen), dauert aber lange, sodass am Gepäckband bereits ein weiterer Flug abgefertigt wird. Die Hölle. Ich sehe nicht viel, außer hunderte von Menschen und unzählige Kofferwagen. Kein Gepäck auf dem Band, sondern nur riesige Kisten. Koreaner, Taiwanesen oder Chinesen? Kann ich jetzt nicht so richtig definieren. Und was sie transportieren? Das weiß ich auch nicht. Das Band ist auf jeden Fall überladen. Kisten liegen schräg, stehen auf dem Kopf und liegen am Boden. Neues Gepäck kommt nicht, weil alles verstopft ist. Aus der Ferne sehe ich eigentlich überhaupt gar kein „normales“ Gepäck, sondern nur einen Karton nach dem anderen. Selbst Fotos kann ich lediglich aus zweiter Reihe machen. Durch all die wuselnden Asiaten mach ich mich also auf die Suche. Leichte Panik überkommt mich, dass das Gepäck schon weg ist. Doch irgendwo im Nirgendwo sehe ich schließlich mitten auf dem Boden etwas Grünes liegen.

 

Erleichtert schnalle ich meinen Rucksack fest und fahre mit dem öffentlichen Bus in die Stadt. Die Straßen sind geflutet von Rollern, Motorrädern und fliegende Händlern. Es ist faszinierend zu sehen, wie hinter all diesem Durcheinander doch immer ein System steckt. Und mal wieder stelle ich fest, Indien war der perfekte Start. Denn auch hier lautet das Motto: nicht stehen, einfach gehen! Der Größere gewinnt. Truck, LKW, Auto, Tuktuk, Motorbike, Fahrrad. Alles was größer als ein Auto ist, lieber genauer beobachten und ggfls. warten. Und alles darunter – pfff… Ich werfe einen kurzen Blick nach links. Kein Ende in Sicht. Gemütlich setze ich also einen Fuß vor den anderen. Sobald ich mitten drin bin, achte ich nicht mehr auf die Roller. Die machen das schon. Weichen aus, wie sie es für richtig halten. Fahren so, dass niemanden etwas passiert. Vor mir, hinter mir, überall fahren Motorräder an mir vorbei. Und diejenigen, die es nicht vorbei schaffen legen eine Vollbremsung ein.

 

Die Stadt selbst ist irgendetwas zwischen spannend und langweilig. Je mehr asiatische Städte ich sehe, desto mehr gleichen sie einander. Jede ist natürlich anders, aber überall gibt es Nachtmärkte, Straßenverkäufer, Hochhäuser, Tempel, Lärm, dreckige Flüsse, Müll, Menschen, usw.
In HCMC gibt es immerhin sehr viel Geschichtliches zu entdecken, z. B. das „War Remnants Museum“, wo unter anderem zwei Überlebende aus dem Vietnamkrieg erzählen. Geschichten, die unter die Haut gehen. Des weiteren kann man einen Ausflug zu den Tunnel von Cu Chi unternehmen, wo sich Partisanen im Vietnamkrieg versteckt haben.

 

Aeroflot Ho Chi Minh City - Flughafen Ho Chi Minh City - Flughafen Ho Chi Minh City - Flughafen

Ho Chin Minh City Ho Chin Minh City Ho Chin Minh City

Ho Chin Minh City Ho Chi Minh City Ho Chin Minh City

Ho Chin Minh City Ho Chin Minh City Ho Chi Minh City

Ho Chin Minh City

Ho Chin Minh City Ho Chin Minh City

 

Mekong-Delta

Für zwei Tage unternehme ich einen Ausflug ins Mekong Delta. Der Preis ist so günstig, dass es sich um Massenabfertigung und Verkaufsshows handeln muss. Warum ich zwar in der schlechteren Unterkunft (homestay) acht Dollar mehr zahle als für das 3-Sterne Hotel in der Stadt, bleibt mir rätselhaft. Ah doch, ich hab´s: Abzocke. Aber was soll´s, Touristen buchen schließlich sowas. Und ich muss zugeben, ich bin in der Tat überrascht, wie gut und interessant alles organisiert ist. Alle Gruppen (bestimmt insgesamt 100 Leute) sind gut durchgetaktet und sehen sich nur beim Essen. Zum Kaufen wird keiner gezwungen und der einheimische Tee mit Limette und Honig schmeckt erstaunlich gut. Zugedröhnt mit Coconut-Candy und Coconut ice cream lässt sich selbst der schrecklichste Gesang – ja, wirklich!!!!! – aushalten. Aber gehört eben zum Programm. Für die frischen Früchte während der einheimischen Folklore zahle ich natürlich gerne Trinkgeld.

 

Mit unserem Homestay haben wir großes Glück und landen bei einer sehr netten Familie. In Anbetracht dessen, dass hier sicherlich fast jeden Tag zwischen 2-6 Gäste nur eine Nacht übernachten sind sie unheimlich freundlich. Der Jüngste ist der Einzige, der englisch spricht. Und mit seinen 12 Jahren sogar besser als das chilenische Pärchen. Es wird gebratener Fisch serviert und dazu basteln wir unsere eigenen Fresh Springrolls. Das Homestay ist die richtige Entscheidung! Alleine um zu sehen wie die Menschen auf dem Land wohnen, kochen und schlafen ist eine Erfahrung wert.

 

Am nächsten Morgen werden wir bereits um 5:30 Uhr abgeholt. Per Motorbike geht´s in die Stadt und anschließend auf dem Boot zum Floating Market. Gerade als wir los schippern, gießt es in Strömen. Unser Boot floatet allmählich ebenfalls mehr und mehr. Dementsprechend sind heute wenige Händler unterwegs, doch trotzdem genug um von Kaffee bis hin zu verschiedenste Früchte alles zu bekommen.

 

Meine ganz persönliche Meinung zum Mekong-Delta: Es ist schön. Wer jedoch nicht so viel Zeit hat, kann direkt weiter Richtung Norden fahren.

 

Mekong Delta - Buddha Mekong Delta - Tempel Mekong Delta

Mekong Delta

Mekong Delta Mekong Delta

Mekong Delta

Mekong Delta - Cocount Candy Mekong Delta - Cocount Candy Mekong Delta - Cocount Candy

Mekong Delta Mekong Delta

Mekong Delta

Mekong Delta Mekong Delta - Homestay Mekong Delta - Homestay Mekong Delta - Homestay

Mekong Delta - Homestay Mekong Delta - Homestay

Mekong Delta - Floating Market Mekong Delta - Floating Market Mekong Delta - Floating Market

Mekong Delta - Floating Market Mekong Delta - Floating Market

Mekong Delta - Floating Market Mekong Delta - Floating Market Mekong Delta - Floating Market

Mekong Delta Mekong Delta - Lunch: Frosch, Ratte, Schlange

Mekong Delta - Floating Market

 

Mui Ne

Von HCMC nehme ich den Bus nach Mui Ne. Strand, Sonne, Meer – chillaxen. Endlich!

 

Es regnet. Nicht immer, aber meist bewölkt. Egal, ich bleibe trotzdem drei Nächte. Ich wollte sowieso schon immer Kitesurfen ausprobieren. 10h kosten 250$. Na gut, der Strand ist trotzdem schön. Momentan ist Nebensaison, daher ist so gut wie nichts los und das Hostel/Hotel ist mit 3€ extrem günstig. Essen zum halben Preis. Swimming Pool ist inklusive. Die Aussicht über´s Meer ist gratis. Und nette Menschen gibt´s obendrauf. Ich sortiere also Bilder, schreibe und lade den Eintrag Pala Homestay hoch.

 

Mui Ne Mui Ne

 

dhabermann
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gelernter Reiseverkehrskaufmann, Weltenbummler und leidenschaftlicher Hobbyfotograf


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