Sep 03
dhabermann

Vietnam – der Norden / Teil II

Hanoi –> Sapa

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Sapa

Sapaaa… SAPAA!!! Was soll ich sagen. Ich bin froh, dass ich für den letzten Teil in Vietnam zurecht einige Tage eingeplant habe. Hier werde ich die restlichen Tage verbringen und direkt weiter nach Laos fahren. Wieso dachte ich nur daran zurück nach Hanoi zu kommen und habe deshalb mein Hauptgepäck dort gelassen? Ich fahre nicht zurück, es ist zu schön hier. Also rufe ich im Hostel in Hanoi an mit der Bitte mein Gepäck nach Sapa zu senden. Glücklicherweise habe ich seit einiger Zeit eine auffällige Lila Schleife am Tragriemen. Aus Faulheit  innerem Bauchgefühl habe ich die Schleife nie entfernt und so dient sie nun als optimales Erkennungsmerkmal. Am nächsten Tag wird also mein Rucksack direkt in mein Hostel in Sapa geliefert. Ohne Verlust, nichts gestohlen, keine Macken. Verrückt, hätte ich nie gedacht.

 

Sapa gehört aber auch zu den touristischen Höhepunkten, dementsprechend sind viele Touristen hier. Am Tag zuvor habe ich einen Kanadier getroffen und zusammen fliehen wir per Roller in das 5h entfernte Bac Ha, übernachten im Homestay, spielen mit den zwei Jungs Fußball, werden von süßen Welpen ausgebellt, beim Abendessen mit Reiswhiskey abgefüllt und verzocken unser Geld (5 $) beim anschließenden Kartenspiel. Ups! Es ist so warmherzig, dass beim Abschied am nächsten Morgen der kleinere von den Brüdern eine Träne verdrücken muss.

 

Ab dem nächsten Tag bin ich wieder alleine und leihe ein Mountainbike aus. Ich bilde mir ein, dass ich ebenfalls ein Stück auf den Trekkingpfaden fahren kann, da hier „Trekking“ meist nur Wandern auf gut ausgebauten Wegen bedeutet. Beim Reisen gehört Naivität, Spontanität & Unternehmungslust eben dazu. Denn selbstverstaendlich klappt gar nichts!  Für den Großteil des Pfades trage ich das Fahrrad, kratze Beine und Arme regelmäßig auf und jedes Insekt versucht mich zu stechen. Doch dann fahre ich dafür durch Maisfelder, werde von Straßenarbeitern bejubelt als ich einrädig vorbeifahre, finde einen verlassenen Hügel mit 360 Grad Aussicht und stolpere in kleine Dörfer, die ich nicht mal auf der Karte finde. Und überall diese Reisfelder. Kreuz und quer. Hier und da. Leuchtend grün, egal wo ich hinfahr. Daran kann man sich einfach nicht satt sehen. Ja! Genau so liebe ich es. Ja! So soll es sein. Denn es ist wie so oft: am Ende funktioniert alles wunderbar. Nur anders, wenn man es eben anders betrachtet. Und viel besser, wenn man das Beste darin sieht.

 

Sapa Town

Sapa Sapa Sapa

Sapa

Sapa Bac Ha

Bac Ha

Bac Ha Bac Ha Bac Ha

Bac Ha

Bac Ha

Bac Ha - Homestay Bac Ha - Homestay kitchen Bac Ha - Homestay

Bac Ha - Homestay

Bac Ha - Homestay Bac Ha - Homestay

Bac Ha - Homestay Bac Ha - Homestay

Bac Ha - Homestay

Sapa Sapa

Sapa Sapa

Sapa

Sapa Sapa

Sapa Sapa

Sapa

 

Sapa Sapa Sapa

Sapa Sapa

Sapa

Sapa Sapa

Sapa Sapa

Sapa

Sapa - Mountainbiking Sapa - Mountainbiking

Sapa - Lunch Sapa - Lunch

Sapa - Hmong Tribe Sapa - Hmong Tribe

Sapa - Hmong Tribe

Sapa Sapa

Sapa Sapa - Highets Mountain (3.142m)

Sapa

Sapa Sapa

Sapa

Sapa Sapa

Sapa Sapa

Sapa

Sapa

 

Nach ca. einer Woche buche ich schließlich meinen Bus nach Laos. Erst 10h im schäbigsten Nachtbus, der maßlos überfüllt ist und die Vietnamesen in den Gängen schlafen, um mich dann anschließend 6h von Dien Bien Phu über die Grenze nach Laos in einem Transporter reinzuquetschen, in dem wirklich alles transportiert wird. Würde ich die Strecke genau nochmal so zurücklegen? JA! Hier spiegelt sich das wahre Leben wieder. Hier wird man mit großen Augen von Einheimischen angeschaut und freundlichst begrüßt, teilt sein Essen, seinen Platz, seine Freude. Zwischendrin gibt es meist einen platten Reifen und Pausen mitten im nirgendwo. So anstrengend eine Busfahrt sein mag, das Erlebnis ist weitaus größer. Je billiger der Bus, desto besser die Geschichte.

 

Sapa --> Dien BIen Phu Sapa --> Dien BIen Phu Sapa --> Dien BIen Phu

Sapa --> Dien BIen Phu Sapa --> Dien BIen Phu

Sapa --> Dien BIen Phu Sapa --> Dien BIen PhuSapa --> Dien BIen Phu

dhabermann
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gelernter Reiseverkehrskaufmann, Weltenbummler und leidenschaftlicher Hobbyfotograf


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