Feb 02
dhabermann

Philippinen – die Reisterrassen von Banaue

Manila –> Sagada –> Banaue –> Batad

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Der Flieger aus Cebu hat Verspätung, durch den Verkehr von Manila besteht keine Chance mehr den Nachtbus nach Baguio zu schaffen. Bis ich erstmal ein Taxi bekomme, heißt es 40 Minuten Schlange stehen. Danach eine 2 stündige Fahrt für ca. 8km. Also übernachte ich in einem Hostel, was mehr wie eine WG ist. Ein Wohnzimmer, Küche, Esstisch und zwei Schlafzimmer. Das Sofa so gemütlich, dass ich gar nicht mehr aufstehen will. Schon wieder eine neue Heimat gefunden und ich weiß sofort, hier werde ich auf dem Rückweg nochmal vorbeikommen.

 

Baguio
Die Busfahrt von Manila nach Baguio ist recht unspektakulär. In Baguio selbst gibt es gar nichts, aber es ist doch beeindruckend. Eine ganze Stadt auf und in den Bergen gebaut. Die öffentliche Jeepneys sind wie in anderen Städten die öffentliche Busse.

 

Bagiuo

Bagiuo Bagiuo

 

 

Sagada
Am nächsten morgen heißt es ebenfalls wieder früh raus. Der Bus fährt um 5:45 Uhr. Die Dame meint, ich solle schon gegen 5 Uhr da sein. Ich frage mich warum, sollte am nächsten Tag aber schnell belehrt werden. Kurz nach 5 Uhr bin ich dort und der Bus? Scheisse…. was für eine riesen Scheisse!!!! Der Bus ist bereits voll. Also mehr als voll und ich kann froh sein, dass ich überhaupt noch einen Platz bekomme. Und zwar den schlimmsten im ganzen Bus – der ausklappbare Gangplatz. Den kennt man bei uns gar nicht, den gibt es bei uns ja auch nicht, aber sieht ungefähr so aus: SCHEISSE! Die Rückenlehne reicht gerade bis zum Kreuz, ist unbequem und das er überhaupt hält ist ein Wunder, denn alles wackelt. Die Busfahrt dauert 6-7 Stunden durch die kurvige Berglandschaft auf gut bis schlechten Straßen. Ich könnt kotzen!! Andere müssen das später in der Tat (armer Junge, hat sich die Hälfte der Fahrt übergeben müssen…). Naja, ich setze mich erstmal hin. Rechts und links sitzen jeweils zwei 4er Filipino Gruppen. Ich habe zwar so rein gar keine Lust auf Konversation, aber die fragen ja doch immer so viel. Also komme ich mit ihnen ins Gespräch. Einmal rechts, einmal links. Stellt sich raus, dass wir alle im gleichen Alter sind. Die eine Gruppe kommt aus Manila, die andere aus Cebu, jeweils zwei Jungs, zwei Mädels. Sie sprechen super gutes Englisch, fangen sogar untereinander an nur noch auf Englisch zu reden. Alle machen sie einen verlängerten Wochenendtrip, Montag ist Feiertag – auch das noch! Erklärt nun aber einiges. Die Unterhaltung wird immer besser, wir haben immer mehr Spaß und teilen unsere Geschichten, unser Essen und Trinken. Schnell schweißen wir zu einer 9er Gruppe zusammen und ich mittendrin, der einzige Europäer. Sie freuen sich, dass ich mit ihnen rede. Ich freue mich, dass sie mit mir reden. Scheisse, dass ist der beste Platz im ganzen Bus. Wie froh ich auf einmal bin und die 7h ruckzuck vergehen.
Die nächsten 3 Tage unternehmen wir alle Ausflüge zusammen, teilen uns somit Kosten für Guides und Transfers, steigen in Höhlen hinab, essen zusammen und warten auf den Sonnenaufgang. Ach ja, der Sonnenaufgang…

 

Am dritten Tag fahren wir zum bekannten Kiltepan View, um dort den Sonnenaufgang oberhalb der Wolken zu erleben. Leider hat die Regenzeit aber begonnen und bis auf Nebel und Kälte erwartet uns dort oben nicht viel. Ca. 200 Filipinos und ich harren also aus und warten auf die Sonne. Was machen all die Asiaten also in der Zeit? Selfies. Überall. Ich sehe nur noch Selfiesticks und stehe ständig im nächsten Foto oder für das nächste Foto bereit.

 

Als die Sonne bereits aufgegangen ist, wir aber nach wie vor in Wolken stehen, geben die meisten auf und fahren zurück. Wir bleiben noch ein wenig ohne zu wissen, dass wir gleich den grandiosesten Ausblick haben werden. Denn auf einmal lichtet sich das Tal und Sonnenstrahlen erhellen einsame Häuser, wolkenverhangene Reisfelder und mystische Wälder. Alle paar Sekunden wechselt es zwischen Wolken, Himmel und Sonne. Es ist so spektakulär, dass dieses gesamte Gefühl der Warterei, der Kälte und nun das Staunen gar nicht festzuhalten ist. Keine Minute gleicht der anderen. Ganze Landstriche verschwinden und erscheinen wieder im warmen Licht. WOW!

 

Busfahrt nach Sagada

Sagada Sagada

Sagada Sagada Caves Sagada Caves

Sagada Caves Sagada Caves

Sagada Caves

Sagada Sagada

IMG_4318_klein Sagada

Sagada

Sagada Sagada

Sagada Sagada

Sagada Sagada

Sagada Sagada

Sagada

Sagada Sagada

Sagada Sagada

Sagada

Sagada

Sagada - hängende Särge Sagada - hängende Särge

Sagada Sagada

 

 

Banaue

Wir haben uns alle verabschiedet und ich fahre per Jeepney weiter nach Banaue. Das Wetter ist nicht das beste, die Landschaft trotzdem wunderschön. Die Reiseterrasssen von Banaue sind über 2000 Jahre alt und gehören zu den ältesten Bauwerken der gesamten Philippinen. Auch heute noch wird überall Reis und Gemüse angebaut.

 

Banaue

Banaue Banaue

Banaue

Banaue Banaue

Batad Batad

 

 

Batad

Wie Banaue, nur noch schöner. Zusätzlich gibt es wunderschöne Wanderungen durch die Reisfelder, zu Wasserfällen, Aussichtspunkten oder in die nächsten Dörfer. Anschließend fahre ich per Nachtbus zurück nach Manila und fliege den Tag darauf in den Dschungel nach Borneo.

 

Banaue Sagada

Batad Batad

Batad Batad

Batad

Batad Batad

Batad

Batad Batad

Batad

Batad Batad

Batad

Batad Batad

Batad

Batad

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gelernter Reiseverkehrskaufmann, Weltenbummler und leidenschaftlicher Hobbyfotograf


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